Rechtslage zur Seebestattung in Deutschland


In Deutschland ist es seit 1934 möglich, statt einer Friedhofsbestattung eine Seebestattung vorzunehmen. Dafür wird die Asche außerhalb der sogenannten Dreimeilenzone (1 SM = 1,852km) -in der Regel über „Rauhem Grund“- nach seemännischen Bräuchen dem Meer übergeben. Mit „Rauhem Grund“ sind Gebiete gemeint, in denen weder Schleppnetzfischerei noch Wassersport getrieben werden darf. Möglichkeiten bestehen hierfür in der Nord- und Ostsee, aber auch im Atlantik, Pazifik oder im Mittelmeer.Da das Bestattungsrecht in Deutschland Sache der einzelnen Bundesländer ist, gibt es auch unterschiedliche rechtliche Voraussetzungen. Vom Antrag auf Entbindung vom Friedhofszwang (wie in Bayern) bis hin zur völligen Gleichstellung mit anderen Bestattungsformen (wie in Schleswig-Holstein) reicht die Bandbreite der gesetzlichen Verordnungen.